Warum lieben Katzen Katzenminze?

Jeder kennt das, wenn seine Katze sehr stark auf Katzenminze (Fachbegriff: nepeta cataria) reagieren und sie sich dadurch in einen rauschartigen Zustand versetzt. Aber warum eigentlich?

Katzenminze wie eine Droge für die Katze

Wie wirkt Katzenminze?

Wirkt Katzenminze auf Katzen wie eine Droge?

Im Grunde genommen sind Katzen geborene Drogenabhängige. Katzeminze ist wie der Name schon vermuten lässt ein Minzgewächs welches das Öl mit dem Namen Hepetalactone enthält. Diese Öl wirkt auf Katzen ähnlich wie Marihuana auf manche Menschen. Finden Freigänger Katzenminze bei einem ihrer Ausflüge im Garten, kann es schon mal vorkommen, daß sie für ca. 10 Minuten in völlige Ekstase geraten. Natürlich weiß man nicht genau, wie ihre Sinne dadurch beeinflusst werden, aber von außen betrachtet wirkt es schon wie eine Trance oder Rauschzustand. Sogar Löwen reagieren ähnlich auf Katzenminze.

Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel

Es gibt viele Katzen, die allerdings gar nicht auf die Pflanze reagieren. Das ist mittlerweile erwiesenermaßen genetisch bedingt. Prägung oder Kondition haben damit nichts zu tun. Kitten meiden gar das Minzgewächs bis zu einem Alter von mindestens 3 Monaten. In der Entwicklung gibt es dann 2 unterschiedliche Typen. Die einen, die Katzenminze wie jedes andere Gewächs auch einfach ignoriert und die anderen, die total wild darauf sind. Die beiden unterschiedlichen Arten von Katzen stehen ungefähr in einem Verhältnis 50 zu 50.

Was geht in einer Katze bei Katzenminze vor?

Beobachten kann man auf jeden Fall folgendes. Ist ein Stubentiger angefixt auf die Pflanze, nähert sie sich zunächst, fängt an, daran zu riechen, danach zu schlecken und zu kauen. Gefolgt ist das Ganze davon, daß sie ihre Wange daran reibt, den Kopf schüttelt und anfängt laut zu schnurren, miauen, herumrollen oder sogar Luftsprünge zu machen, Natürlich ist das nur beispielhaft und kann je nach Tier variieren.

Was aber festgestellt werden kann, daß Katzenminze eine enthemmende Wirkung auf Miezen hat. Das Herumrollen am Boden und der Bewegungsablauf des Körpers erinnert an eine weibliche Katze mit Hitze. Aus diesem Grund wurde auch schon vermutet, daß es wie ein Aphrodisiakum wirkt. Quasi ein Viagra für Katzen. Diese Behauptung ist aber äußerst unwahrscheinlich, weil Kater sowie sterilisierte und kastrierte Katzen gleichermaßen reagieren können.

Ist Katzenminze schädlich?

Anders als Drogen bei Menschen verursacht Katzenminze bei den Tieren keinen dauerhaften Schaden. In der Regel kriegen sie sich nach einem ca. zehnminütigen Trip wieder ein und sind völlig normal. Chronische Veränderungen lassen sich nicht feststellen. Es gibt auch noch weitere Pflanzen, die eine ähnliche Wirkung auslösen können, zum Beispiel Baldrian. Interessant ist auch, daß Baldrian und auch Katzenminze bei verordneter Einnahme beruhigend wirkt. Es ist bis heute ein Rätsel warum diese Pflanzen äußerlich berauschend und innerlich beruhigend wirken.

 

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BKH Blogger am 6. Dezember 2016

Ein Kommentar zu “Warum lieben Katzen Katzenminze?

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